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Die private Seite rund
um das Fischbachtal.



Als Namensge- ber der heu- tigen Gemein- de Fischbach- tal gebietet dem Fischbach die Ehre noch vor den ein- zelnen Orts- teilen vorge- stellt zu wer den.

Der Fischbach floß schon in das Tal als noch niemand an die heuti- ge Gemeinde gedacht hat.

Früher wurde er auch als “Ulbach” oder “Ahlbach” bezeichnet, heute trägt er die Bezeichnung Fischbach - wenn auch der Fischreichtum längst nicht mehr so immens sein wird.

Der Fischbach entspringt nicht auf dem Gebiet der Gemeinde Fischbachtal sondern im Modautal. Genau gesagt in den “Heckenwiesen” in der Gemarkung von Lützelbach. Die oft genannte Quelle etwas oberhalb von Neunkirchen ist nicht die Quelle der Fischbach!

Fälschlicherweise wurde und wird die Fischbachquelle mit einer der Steinbachquellen gleichgesetzt. Schon vor vielen Jahrzehnten wurden ganze Schulklassen dorthin geführt, was aber falsch ist.


Wenn Sie an die Fischbachquelle gelangen möchten, dann gehen Sie in Lützelbach den gepflasterten Rodensteinweg bis an den Ortsrand und folgen dem kleinen Wasserlauf vorbei an einem Reservoir und biegen bei nächster Gelegenheit nach rechts ab. Folgen Sie nun dem Wasser weiter gelangen Sie unterhalb von Neunkirchen und etwas oberhalb von Lützelbach dem höchsten Quellarm der Fischbach.

Hier, in den so genannten Heckenwiesen, hat die Fischbach mehrere Quellarme. Der am längsten reichende liegt am Rande einer Weide in einer steinernen Fassung verborgen - ein Bauer leitet das Wasser hier in eine kleine Tränke.

Ein zweiter Arm gelangt am Fuße eines Reservois von 1906 an das Tageslicht. Beide Quellarme vereinigen sich direkt oberhalb der Bebauungsgr enze von Lützelbach zum Fisch-
bach.

Innerhalb von Lützel
bach wird der Fisch- bach unter irdisch ge führt bis unterhalb des Feuer- wehrhauses dort tritt er wieder zu Tage und fließt hinab in das Fisch- bachtal. Auf dem ersten Bild oben auf dieser Seite ist diese Situation zu erkennen.

Bald darauf fließt als erstes Gewässer der Bärlingbach rechter Hand in den Fischbach hinein - in etwa zwischen Lützelbach und den steilen Kurven über Steinau.

Unterhalb von Steinau - innerhalb der privaten Forellenzuchtan- lage fließt die Steinbach aus Steinau kommend in den Fischbach ein. Weiter talwärts kommt als nächster der Meßbacher Bach aus dem Ort Meßbach kommend hinzu.

In Niedernhausen - an der vierten Ortsbrücke - fließt der Nonroder Bach von Nonrod kommend ein, in diesem ist vorher der Bach der Jostkirche aufgegangen.

Unmittelbar hinter Niedernhausen fließt unterhalb des Gaßnersberg rechts der Wolfsgraben in das Tal und vereinigt sich mit dem Fischbach.

Wenn man Niedernhausen in fließrichtung Groß-Bieberau hinter sich lässt kommt am Weg zum Campingplatz der Bach vom Eselsbrunnen linker Hand hinzu.

Als nächster größerer Bach transportiert in der Senke vor der letzten Erhebung in Richtung Groß-Bieberau der Rodauer Bach eine Reihe weiterer Gewässer der Fischbach zu.

Der Rodauer Bach transportiert an dieser Stelle die Gewässer des Johannisbach, in welchen zuvor schon die Lützelbach und die Hottenbach entwässert hat, den Asbach mit den zuvor eingeflossenen Gewässern “Bach von den Dannersbockswiesen” und “Bach von der Nabkunz” und den Bierbach in den Fischbach.

An dieser Stelle sei auch mit einem kleinen Irrtum aufgeräumt - viele vermuten die Lützelbach unterhalb von dem gleichnamigen Ort, dieser Bach unterhalb von Lützelbach ist mitnichten der Lützelbach sondern die Fischbach. Der Lützelbach entwässert sich in den Johannisbach - welcher im Bereich Webern zu finden ist.

In Groß-Bieberau kommt - allerdings im Untergrund verborgen - noch die Flurbach hinzu. Schließlich fließt der Fischbach in die Gersprenz. Dies geschieht unterhalb von Groß-Bieberau in Richtung Reinheim noch vor dem so genannten Bubenried.

Vom Wasser der Fischbach wurden über die Jahrhunderte mindestens acht Mühlen angetrieben. Von oben nach unten gesehen waren dies die Müllersmühle in Steinau, die Obere, Mittlere und Untere Mühle in Billings, die Mühle in Niedernhausen und in Groß-Bieberau die drei ältesten Mühlen des Ortes am heutigen oberen Ortseingang (von Niedernhausen kommend). Anmerkend soll hier erwähnt werden, vor der heute noch erkennbaren Mühle stand ursprünglich eine weitere unmittelbar davor - diese ist aber abgetragen.

In Niedernhausen, am so genannten Brunnenweg, teilte sich die Fischbach in zwei Bachläufe auf in dessen Mitte eine Insel gelegen war - im Volksmund “Aarem” genannt. Heute ist davon nichts mehr zu sehen. Unser Bild unten stehend zeigt die Situation in den 1960er Jahren.

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