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Wie Lichtenberg so blickt auch Nonrod auf eine längere Tradition des Fremdenverkehres zurück. Das ehemals bedeutenste Haus vor Ort war der sogenannte “Berghof”. Wenn man nach Nonrod kommt findet man seinen eigentlichen Ursprung in dem ersten Haus rechts - welches noch immer fast genauso ausschaut wie vor beinahe hundert Jahren. Dieses Gebäude war die einstige Pension Waldeck - die oben stehende Aufnahme aus ca. 1898 zeigt die kleine Pension. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts wagte man einen großen Schritt und errichtete hinter dem ursprünglichen Gebäude einen großen Neubau mit zwei Balkonträgern - wie unten zu sehen. Der Name Pension Waldeck wurde beibehalten.

Die frühen Jahre - im allgemeinen als die “goldene Zeit” bezeichnet - des 20. Jahrhunderts führten viele “Sommerfrischler” aus den Städten Darmstadt und Frankfurt zur Erholung in den Odenwald. Überall blühte der Fremdenverkehr auf und es entstanden zahlreiche große Gaststätten und Hotels. Im Fischbachtal waren Lichtenberg mit den Schellhaas´chen Betrieben und Lichtenberg die “Hochburgen”. Auch die Pension Waldeck muß in dieser Zeit floriert haben denn in der Zeit zwischen 1910 und 1920 wurde das Haus um ein drittel vergrößert. Aus dem unten stehenden Bild geht dies hervor.

Irgendwann in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts änderte sich der Name von “Pension Waldeck” in “Pension Berg”. Der Name war Programm schließlich hieß die Inhaberfamilie von jeher Berg. In den vielen Jahren seines Bestehens wechselten dennoch die Namen der genannten Besitzer von Berg über Lothammer und Friedhof wiederrum zu Berg.

Nach dem Krieg gelang es nicht mehr so ganz an die großen Zeiten anzuknüpfen und die Besitzer des nun als “Berghof” bezeichneten Gebäudes wechselten häufiger. Ein neuerlicher Anbau war mittlerweile hinzugekommen und später wurden noch zwei Kegelbahnen eingeweiht und eine zeitlang erfolgreich betrieben. Mit dem Anbruch der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts sollte auch der Berghof in seine letzte Phase treten. Zunächst sah es aber gar nicht danach aus - mit einem neuen Besitzer folgte eine umfassende Renovierung. Der Berhof blühte noch einmal auf - jedes Wocheende war Tanzmusik bis auch diesen Besitzer das Glück verließ - es folgten noch weitere Besitzer und Pächter - zeitweise waren auch Asylanten einquartiert und zum Schluß lief es noch einmal ganz gut bis ein großer Brand den in der Zeit von 1910 bis 1920 angefügten Teil weitestgehend zerstörte. Seitdem war dieses traditionsreiche Haus dem Zerfall preisgegeben. Viele Pläne wurden danach schon geschmiedet aber den Berghof hat keiner wieder aufgebaut und so harrte die Ruine auf den endgültigen Abbruch. Im März 2008 war es dann leider soweit, das ehemals traditionsreiche Haus “Waldeck” und später “Berghof” wurde vollständig abgetragen. Diese kleine Geschichte und die Bilder auf dieser Seite möchten an die einst große Zeit des “Berghof” erinnern.

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